Kalt wars ins Franz Joseph und ich konnte mal alle meine Kleider, die ich hatte gebrauchen. Ich hatte mir da auch eine Verkaeltung eingefangen, was nicht gut mit Gletscher besteigen zusammenpasst. Doch ich machte trotzdem eine 3/4 Tagestour und habe es nicht bereut. Nach dem steilen Anstieg in den Gletscher hinein (fast vertikal das Terminal Face hinauf) war man umgeben von der weissen Eislandschaft. Unsere Fuehrerin Kate hatte alle Haende voll zu tun uns durch das Eis zu pickeln. Hier zeigt sie uns gerade den weiteren weg:
Wir fanden auch noch eine gute Eishoehle, in der man wunderbar fotografieren konnte:
Wieder zurueck im Hostel namens "Chateau Franz" war ich so muede, dass ich kaum hatte ich etwas im Magen ins Bett fiel und gleich einschlummerte. An diesem Abend lernte ich auch noch Johan kennen, der mit mir das Zimmer teilte. Er ist Hollaender und macht die ganze Reise per Autostopp.
Am naechsten Morgen 21.1. gings dann an der Westkueste hinauf nach Punakaiki. Das ist ein sehr kleines verschlafenes Doerfchen, das beruehmt wurde durch seine Pancake Rocks (Pfannkuchenfelsen). Diese waren auch sehr beeindruckend. Ich uebernachtete dort und machte am naechsten Morgen eine 3 stuendige Wanderung durch den dahinterliegenden Regenwald. Die Umgebung ist einfach hinreissend. Hier eine kleine Vorstellung:
Das Hostel, welches uebrigens von einem Schweizerpaar gefuehrt wird, lag gleich am Meer. Klein aber sehr familiaer.
Am Tag darauf fuhr ich ueber Hokatiki nach Westport. Diese Stadt hat nichts besonderes an sich, aber im nahegelegenen Charleston (eine Goldgraeberstadt) gibt es viele Gluehwuermchenhoehlen, welche ich mir ansehen wollte. Und so gings auch am naechsten Morgen zuerst mit einem kleinen Goldgraeberzug durch den Regenwald bis zum Hoehleneingang:
Das ist mein Schwimmanzug, denn aus der Hoehle hinaus mussten wir uns auf einem Fluss runtertreiben lassen:
Von Westport gings dann in Schlag auf Schlag weiter in den Abel Tasman Nationalpark. Am 24.1. fuhr ich mit dem Wassertaxi von Marahau aus an die Anchourage Bay und von dort aus lief ich (im Regen!) in die 3 Stunden entfernte Bark Bay Huette. Der Weg fuehrte an vielen kleinen Baechen und Schluchten vorbei und ueber eine hohe Haengebruecke, die ich Euch nicht vorenthalten moechte: (Das selbstausgeloeste Bild ist leider ein bisschen schraeg, da ich keine Japaner fragen konnte, ob sie von mir ein Photo schiessen koennten)
Nach darauffolgenden Morgen als ich in der Huette erwachte, war es doch tatsaechlich immer noch am regnen! Nichts desto trotz ging ich von der Bark Bay aus mit dem Kayak zurueck nach Marahau. Unser Fuehrer war wieder mal ein Schweizer und hiess Joan!
Als ich beim The Barn Backpacker in Marahau eingecheckt hatte und den mir beschriebenen Weg bis zum 4-Bett Dorm lief, kam es mir schon ein bisschen komisch vor, als ich vor einem Cottage mit Meersicht stand!? Hier das Cottage:
Und die Sicht aus dem Kuechenfenster:
Und jetzt der Hammer... Der Sonnenaufgang von meinem Bett aus gesehen (das mitten im Wohnbereich stand):
Weitere Bilder in der
Gallerie NZ Suedinsel. Als ich das gesehen habe, ging ich gleich zurueck ins Office und buchte fuer eine zweite Nacht - hehe.
Der Tag darauf war endlich mal richtig sonnig und warm! Und der Strand war herrlich!
Fuer den Abend kriegte ich einen Tipp. Im Dorfcafe war am Donnerstagabend immer freie Buehne. Das heisst, jeder der sich fuer genug mutig haelt und etwas performen kann, darf die Buehne im Cafe fuer eine kurze Zeit sein eigen nennen. Und so kommen immer verschiedenste lokale Musiker, um auf dieser Buehne ihr Bestes zu geben. Nach jedem Vortrag wurde geklatscht auch wenn nicht immer die richtigen Toene getroffen wurden. Doch das ermutigte den Musiker weiterzu ueben. Am Schluss standen fast alle Musiker zusammen auf der Buehne und haben Tanzmusik gespielt. Da waren unter anderem Gittarrenspieler, Saenger, Bongospieler und Xylophonspieler, ein richtig farbiger Haufen.
Der Freitag 27.1. wird mir bestimmt in Errinnerung bleiben. An diesem Tag lernte ich viele interessante Leute kennen, denn ich versuchte per Autostopp von Marahau nach Kaikoura zu gelangen. Doch schon in Nelson musste ich eine Stunde an der bruetenden Sonne warten, bis mich ein deutsches Architektenpaerchen mitnahm. Und so verging der Tag wie im Flug und ich landete am Schluss in Picton, wo ich dann im Backpacker den Bus fuer nach Kaikoura buchte fuer den naechsten Tag. Aber es war keine Niederlage fuer mich Kaikoura nicht direkt erreicht zu haben. Ich lernte durch das einen Kiwi, der fuer eine lokale Transportfirma arbeitete, eine Frau die auf den Weg zur Arbeit war, das Architektenpaerchen, das gerne in NZ arbeiten wuerde und zuletzt noch ein Deutscher kennen, welcher schon 9 Monate mit seinem Bus unterwegs ist und ab und zu mal auf einer Fruchtfarm jobbt.
Leider machte ich von diesen Leuten keine Fotos, ich war zu beschaeftigt mit ihnen eine Konversation zu fuehren. Hier jedoch noch ein Bild vom Marlborough Sound, welchen ich unbedingt mal noch genauer kennen lernen moechte.
Schon fast wieder am Ausgangspunkt angelangt bin ich vorgestern noch in Kaikoura angelangt, jeder der Kaikoura kennt verbindet diesen Ort mit Whale Watching, Dolphin or Seal Swimming. Und das konnte ich natuerlich nicht verpassen. So meldete ich mich fuer ein Schwimmen mit den Delphinen an, obwohl es dafuer eine 4 woechige Warteliste gab. Die Firmen muessen dazu eine spezielle Lizenz haben, die ihnen erlaubt 13 Schwimmer pro Boot fuer 20 Minuten mit den Delphinen schwimmen zu lassen.
Die Leute am so genannten Dolphin Encounter, wo man sich einschrieb, sagten ich soll am spaeteren Nachmittag nochmals kommen, dann sehen sie jeweils, ob sich noch jemand abgemeldet hat.
So bin ich mal zuerst die Seehundekollonie anschauen gegangen. Hier zwei Eindruecke:
Der Bulle herrscht ueber sein Gebiet:
Und hier die faule Seehuendin ;o)
Als ich dann zurueck an den Dolphin Encounter kam gab es doch tatsaechlich noch einen freien Platz, den ich sofort buchte. Gestern morgen gings dann los. Das Meer hatte dreimeter hohe Wellen, als wir rausfuhren, und vielen wurde es da schon schlecht. Doch ich war so aufgeregt, dass ich nicht mal das kalte Wasser spuerte.
Und es war tatsaechlich fantastisch!! Von anfang an hiess es, dass wir Schnorchler die eigentlichen Entertainer sind fuer die Delfine und nicht umgekehrt. Es sind alles wilde Delfine und sie werden nicht zu diesem Platz hingelockt. Doch die Dusky Delfine sind sehr verspielt und neugierig und so lernte ich sie dann auch kennen. Wenn Du da im Wasser liegst und unter dich schaust, dann erscheinen sie wie aus dem nichts und flitzen mal zuerst an Dir vorbei. Doch sobald Du anfaengst Geraeusche zu machen und unterzutauchen, dann wirst du interessant fuer sie und sie kommen immer wieder zurueck und beginnen zu spielen mit Dir. Mit einem Delfin machte ich ein Taenzchen. Er schwom immer schneller um mich herum im Kreis und ich probierte ihm zu folgen. Natuerlich musste ich nach einer kurzen Zeit schon aufgeben, da er viel zu schnell war. Hier ein Bild von einem Dusky Dolphin:
Meistens aber in der Schule (Gruppe) zusammen mit vielen anderen zu finden:
Zurueck in Christchurch bereite ich mich nun vor auf die Rueckkehr nach Australien. Ich bin schon ein bisschen traurig, dass ich das Land schon wieder verlassen muss, denn ich hatte eine wunderschoene Zeit hier.